Donnerstag, 9. Juni 2011
Michael J. Fox - ein Kämpfer wird 50
Schauspieler Michael J. Fox hat es nicht immer leicht gehabt in seinem Leben. Im Alter von 29 Jahren bekam er eine erschreckende Diagnose: Parkinson. Am 9. Juni feiert er seinen 50. Geburtstag.

Manchmal hat er selbst nicht mehr daran geglaubt, den heutigen Tag noch erleben zu dürfen. Diesen Tag, an dem er 50 Jahre alt wird. Weil sein Körper schon lange nicht mehr macht, was er soll. Depressionen hat Michael J. Fox deshalb gehabt, hat sich mit dem Sterben beschäftigt, aber dann doch nicht aufgegeben. So wie die Helden, die er im Film gespielt hat.

November 1990. Michael J. Fox hat ordentlich gefeiert am Vorabend. Wie so oft in den letzten Jahren, in denen er von Erfolg zu Erfolg geeilt ist. Doch es ist kein Kater, der seinen kleinen Finger zucken lässt, als er an diesem Morgen in seiner Hotelsuite in Florida aufwacht, wo er gerade den Film „Doc Hollywood“ dreht. Es ist das erste Anzeichen einer Krankheit, die sein Leben verändert: Parkinson.

Fox ist fassungslos, will die Diagnose der Ärzte nicht glauben. „Das kriegen doch nur ältere Menschen“, sagt er. Und er ist nicht alt, er ist gerade einmal 29, sieht noch dazu aus wie 19. „Berufsjugendlich“ nennt man ihn. Ganz oben ist er, und nicht nur Hollywood liegt ihm zu Füßen. „Zurück in die Zukunft“ hat ihn rund um den Globus berühmt gemacht, diese Trilogie, in der er als Marty McFly mit dem Flux-Kompensator durch die Zeit gereist ist. Und in den USA kennt ihn seit der Comedy-Serie „Family Ties“ ohnehin jedes Kind. Grammys und Emmys hat er gewonnen und schwimmt im Geld. Und nun das – Parkinson.

Es ist eine Rolle, die ihm das Leben geschrieben hat. Aber es ist eine, die er nicht annehmen will. Jahrelang verheimlicht Fox das schwere Nervenleiden, versucht die Symptome zu überspielen. Dass er schon immer mit Händen und Füßen redet, nur schwer stillsitzen kann, erleichtert die Sache anfangs. Erst als er bei Pressekonferenzen ständig auf und ab läuft, werden die ersten Journalisten misstrauisch.

Karriere beendet

Sind die Kameras ausgeschaltet, verliert Fox die Kontrolle. Mit Alkohol versucht er, sein Schicksal zu vergessen. „In dieser Situation wirst du sehr emotional“, hat er mal erzählt, „und malst dir das Schlimmste aus.“ Fox geht durch die Hölle. Tracy Pollan heißt die Frau, die ihn dort herausholt. Im Fernsehen hat sie seine Freundin gespielt, im wahren Leben ist sie 1988 seine Gattin geworden. Und die Mutter seiner vier Kinder. „Ohne Tracy hätte ich es nicht geschafft. Sie half mir auf, wenn ich am Boden lag.“

Mit ihrer Hilfe gelingt es ihm schließlich auch, die Krankheit zu akzeptieren. „Wenn du die Wirklichkeit nicht annimmst, wirst du nie glücklich werden. Entweder gibst du auf oder du findest für dich heraus, was du daraus machen kannst.“ Fox gibt nicht auf. 1998 macht er sein Schicksal öffentlich. Zwei Jahre später beendet er – von kleinen Gastrollen im TV abgesehen – seine Schauspielkarriere und gründet die Michael-J.-Fox-Stiftung zur Erforschung von Parkinson.

Mehr als 200 Millionen Dollar hat er mit dieser Stiftung mittlerweile gesammelt. Geld, das helfen soll, ein Mittel gegen die Schüttellähmung zu finden. Fox hofft auf „bahnbrechende Fortschritte innerhalb der nächsten zehn Jahre“. Schon in eigenem Interesse. Weil er bei Interviews nicht mehr schwankend und zitternd auf dem Stuhl sitzen will. Weil er es leid ist, jeden Morgen damit zu kämpfen, die Zahncreme auf die Bürste zu bekommen. Vor allem aber, weil er mit seinen Kindern auf deren Hochzeiten tanzen will. „Schließlich“, scherzt Fox, „zahle ich für diese Partys ja auch.“
Quelle: www.derwesten.de

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Sheitan (2006)
Nach einer exzessiven Tour durch's Pariser Nachtleben lässt sich eine Gruppe Jugendlicher von der aufreizenden Eve ins "sturmfreie" elterliche Landhaus einladen. Dort machen sie Bekanntschaft mit dem dauergrinsenden Hinterwäldler Joseph (Vincent Cassel), der das Anwesen verwaltet. Josephs verschrobener Sinn für Humor und seine übertriebene Kumpanei irritieren die Jugendlichen zwar, doch sie finden ihn auch ganz unterhaltsam. Die Kids sind viel zu sehr mit sich und ihren sexuellen Aktivitäten beschäftigt, um zu bemerken, dass sie Joseph bei den Vorbereitungen eines satanischen Rituals stören. Das soll nicht ohne Folgen bleiben …



Horror muss nicht immer gut sein, nur weil er aus Frankreich kommt. Auch wenn Vincent Cassel ("Black Swan") den Backwood-Streifen nominell aufwertet, bietet dieser Film Standard-Grusel zwischen Banalität und Bizarre­rie. Einzelne schräge Momente sollen die Story dabei zwar aufwerten, aber das Gros der Handlung ist Horror von der Stange, bei denen die Twens für ihre sexuellen Ausschweifungen bezahlen müssen. Und das noch nicht einmal gut erzählt!
Bewertung: 3/10


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