Sonntag, 15. Mai 2011
Neu auf DVD:
Küss mich Zombie! (2008)
Die Brüder Patrick (Eric Lehning) und Carol (Cody DeVos) verlieben sich auf der High-School beide in die hübsche Wendy (Shellie Marie Shartzer). Als diese eines Tages verschwindet machen sie sich verzweifelt auf die Suche nach ihr. Ihre schlimmsten Befürchtungen werden wahr, als sie die Leiche von Wendy in einem abgelegenen Waldstück finden. Doch Wendy ist nicht wirklich tot, sondern erwacht wieder als lebender Leichnam - mit einem großen Hunger nach frischem Fleisch! Schwer geschockt aber noch schwerer verliebt, verstecken Patrick und Carol ihre große Liebe in einem abgelegenen Haus, in der Hoffnung, sie wieder ins Leben zurück zu holen. Aber in einen Zombie verliebt zu sein, hat so seine Tücken ...



Achtung! Was hier nach coolem Trash klingt, ist nicht mehr als eine dümmliche Zuschauerverarsche. Das Treiben um zwei Brüder und eine (halb)tote Angebetete ist viel zu albern um es irgendwo ernst zu nehmen, es ist allerdings auch nicht witzig genug als dass man auch nur im Ansatz darüber schmunzeln könnte. Dazu ist die Inszenierung wirklich laien- und absolut stümperhaft (falls das stylisch sein sollte - das ist es nicht). Da sollte man sich schon die Frage stellen, in welchem bekifften Zustand die Macher ihr (Low Budget) Geld hier verbrennen mussten. Reine Zeitverschwendung ohne Sinn und Bedeutung!
Bewertung: 1/10


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Samstag, 14. Mai 2011
Eurovision 2011 - Liveticker
Heute heißt es wieder "And 12 points go to..." beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf. Ob Titelverteidigerin Lena Meyer-Landruth für ihren eher düsteren Electro-Pop-Song "Taken By A Stranger" diesen Satz ähnlich oft wie in Oslo hören wird, sei dahingestellt. Laut den statistischen Zugriffen auf Google sollte sie zumindest ganz vorn dabei sein. Hier meine Kurzkommentare im Liveticker während der Show ...

01 Paradise Oskar “Da Da Dam” (Finnland)
Durchschnittliche Wohlfühl-Ballade vom Milchbubi als erste Startnummer. Wird bis zum Schuss wohl wieder vergessen sein.

02 Dino Merlin “Love In Rewind” (Bosnien-Herzegowina)
Uargh! Folkpop mit dünne Strophen und kaum vorhandener Refrain. Gruselig!

03 A Friend In London “New Tomorrow” (Dänemark)
Auf jung getrimmerter Mitschunkel-Pop, der Rock verspricht, aber absolut nicht aus den Schuhen kommt.

04 Evelina Sašenko “C’est Ma Vie” (Litauen)
Sehr dramatisch und musical-eske. Nicht schlecht aber für einen Hit zu schwacher Refrain.

05 Kati Wolf “What About My Dreams” (Ungarn)
Uptempo Eurodance, grosse Stimme, viel Pathos, aber auch sehr klischeehaft. Typische Gayhymne!

06 Jedward “Lipstick” (Irland)
80s Pop auf Jung getrimmt. Irgendwie grausam, und dennoch beim jungen Publikum sicher ein Geheimtipp. Top5!



07 Eric Saade “Popular” (Schweden)
Typisch Eurovision! Viel Tempo, viel Alarm, Trash-Pop. Aber auch schon zu typisch um wirklich zu überraschen. Für Top10 reichts ...

08 Getter Jaani “Rockefeller Street” (Estland)
Sieht man mal vom optischen Lena-Abklatsch ab, eine interessante Uptempo-Nummer die ohrwurmmässig und doch etwas anders ist ...

09 Loukas Yiorkas ft. Stereo Mike “Watch My Dance” (Griechenland)
Grausame Murks aus Möchtegern-Rap und traditionellem Kitsch, von dem nichts im Ohr bleibt ausser der nachlassende Schmerz wenns vorbei ist!

10 Alexey Vorobyov “Get You” (Russland)
Wenn das Aussehen mehr beschäftigt als der Gesang, kanns ja nicht so gut gewesen sein. Naja geht so ...

11 Amaury Vassili “Sognu” (Frankreich)
Wenn da jetzt irgendein musikalischer Knalleffekt gekommen wäre, dann hätte es interessant werden können. Als absolut reine Opernarie? Nein danke!

12 Raphael Gualazzi “Madness Of Love” (Italien)
Jazzige Barmusik mit ein paar Ecken und Kanten. Irgendwie cool. Nur wenig Hitchancen aber beswingt ...

13 Anna Rossinelli “In Love For A While” (Schweiz)
Auch beswingt, sympatisch und mit Ohrwurm Charakter. Gefällt!

14 Blue “I Can” (Großbritannien)
Besser als erwartet, aber sehr typischer Boyband-Sound ohne grossen Eurovisions-Glamour.

15 Zdob și Zdub “So Lucky” (Moldau)
Tom Gerhardt auf Speed und mit Zipfelmütze. Na vielleicht wirds neuer Trend! Könnte mich jemand erschiessen ???

16 Lena “Taken By A Stranger” (Deutschland)
Sehr professionell und auf dem Punkt. Und vor allem im Vergleich mit den bisherigen Auftritten sehr gut!

17 Hotel FM “Change” (Rumänien)
Solide Pop-Nummer. Nicht herausragend, aber gut genug um aufzufallen. Radiotauglich!

18 Nadine Beiler “The Secret Is Love” (Österreich)
Gänsehaut pur! Recht altmodisch aber sehr geil. Top!

19 Ell/Nikki “Running Scared” (Aserbaidschan)
Hammer. Klasse Popsong und toll gemacht. Kann man auch so öfter hören. Persönliche Top3!



20 Maja Keuc “No One” (Slowenien)
Dramatische Frauenpower der (auch äusserlich) auffällt. Ist durchaus solide und tut nicht weh wie andere Teilnehmer.

21 Sjonni’s Friends “Coming Home” (Island)
Gute Laune zum Mitwippen. Nicht die beste Nummer, aber durch den tragischen Hintergrund ein Favourit.

22 Lucía Pérez “Que Me Quiten Lo Bailao” (Spanien)
Viel Rumgehampel auf der Bühne für ne dünne *shaka shaka* Popnummer mit Folkeinschlag. Nächste ...

23 Mika Newton “Angel” (Ukraine)
Und schon wieder viel zuviel Pathos für ne dünne Nummer. Maximal Mittelfeld!

24 Nina “Caroban” (Serbien)
Sympathisch auf Retro getrimmte Lalala-Nummer. Sehr Eurovision. Hätte die Top7 verdient ...

25 Eldrine “One More Day” (Georgien)
Dramatischer Pop-Rock der wenigstens mal nach vorne geht. Als Nummer echt okay, optisch jedoch eher schmerzhaft ...

Meine potentiellen Top5:
Jedward “Lipstick” (Irland),
Nadine Beiler “The Secret Is Love” (Österreich),
Ell/Nikki “Running Scared” (Aserbaidschan),
Sjonni’s Friends “Coming Home” (Island)
und Lena “Taken By A Stranger” (Deutschland)



And the winner is ...

Aserbaidschan hat den Eurovision Song Contest 2011 gewonnen. Italien kam nach 14-jähriger Eurovisions-Pause mit einer Swingnummer direkt auf Platz zwei. Der Favourit aus Schweden belegte Rang drei. Die deutsche Titelverteidigerin Lena kam mit ihrem Song "Taken By A Stranger" auf einen ordentlichen zehnten Platz.

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Badland (2008)
Voller Idealismus war Jerry (Jamie Draven) einst als Marinesoldat in den ersten Golfkrieg gezogen. Als er Jahre später zurückkehrt, nach Einsätzen in Afghanistan und im Irak, ist er ein gebrochener Mann. Sein Frau Nora (Vinessa Shaw) ist mit dem vierten Kind schwanger, das Einkommen reicht nur für ein Wohnwagen-Heim im Trailerpark. Die Kinder fürchten sich vor Jerrys Wutausbrüchen, die Frau nörgelt, und als er an einem Tag den Job verliert und entdeckt, dass Nora ihn betrügt, treiben ihn die Verzweiflung zu einer schrecklichen Kurzschlusshandlung. Nach der unbegreiflichen Tat zieht er mit seiner kleinen Tochter Celina (Grace Fulton) durchs Land, auf der Flucht vor der Polizei und den Medien.



Es ist schon ungewöhnlich, wenn ein Film mit einem derart düsterem Thema über weite Strecken so melancholisch und ballardesk daherkommt. Immerhin wird fast eine ganze Familie ausgelöscht, und auch das Kriegstrauma als Hintergrund ist kaum eine leichte Kost. Regisseur und Drehbuchautor Francesco Lucente gelingt jedoch das Kunststück, auch über 160 Minuten für das Drama in der Geschichte zu interessieren, weil er seine Protagonisten und ihr Schicksal in den Mittelpunkt stellt anstatt den einfachen Weg der Plakativität zu suchen. In ruhigen und fast schon romantischen Bildern lässt er die Handlung sich entfalten und nutzt sowohl die grossen Gesten aber auch die leisen Momenten für eine intensive Darstellung. Die überzeugende Performance von Jamie Draven ("Billy Elliot") spielt dabei über die ein oder andere Länge hinweg, die sich dennoch in die behäbige Inszenierung eingeschlichen hat. Trotzdem unbedingt sehenswert für Cineasten.
Bewertung: 7/10


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Freitag, 13. Mai 2011
Neu auf DVD:
Megamind
'Megamind' ist der Name des durchtriebensten und brillantesten Bösewichts, der jemals auf der Erde sein Unwesen getrieben hat. Zufällig ist er aber auch der erfolgloseste. Im Laufe der Jahre hat Megamind (Stimme: Will Ferrell / Bastian Pastewka) immer wieder versucht, auf jede nur erdenkliche Weise die Stadt Metro City zu erobern. Doch jeder Versuch erwies sich als kolossaler Fehlschlag. Und zwar wegen eines maskierten Superhelden namens Metroman (Stimme: Brad Pitt / Oliver Welke), einem wahrhaft unbesiegbaren Helden - bis er von Megamind eines Tages bei der Vereitlung eines von dessen bösen Plänen tatsächlich getötet wird. Doch damit ist dessen Existenz jedes Sinnes beraubt! Ein Superbösewicht ohne Supergegenspieler? Undenkbar! Die Erfüllung all seiner Träume ist andererseits das Schlimmste, was ihm widerfahren konnte. Es gibt nur einen Weg aus dieser Sackgasse - Megamind erschafft einen neuen Gegenspieler mit größeren Superkräften, als Metroman sie jemals hatte: Titan (Stimme: Jonah Hill / Tobias Müller). Die Sache hat nur einen Haken: Titan möchte die Welt nicht retten, er möchte sie zerstören. Und nur einer ist in der Lage, Titan daran zu hindern. Jetzt muss Megamind sich entscheiden: Kann er seine eigene teuflisch bösartige Kreation besiegen - und noch viel wichtiger - will er das überhaupt?



Im Gegensatz zu vielen anderen Animationsfilmen der jüngeren Zeit (vor allem auch dem thematisch ähnlichem "Ich - Einfach unverbesserlich") überzeugt dieser Superhelden-Spass mit einer flotten Geschichte, einer überzeugenden Optik und grandiosen Seitenhieben auf das Superman-Genre, die sich nie zu sehr in den Vordergrund spielen und das hohe Tempo der Erzählung perfekt unterstützen. Die Figuren selbst kommen über die Stereotypen zwar nicht hinaus, passen jedoch perfekt in die kurzweilige Action-Inszenierung. Besonders hervorheben muss man dabei die rasante Synchronisation der "Wixxer"-Macher Bastian Pastewka, Oliver Kalkofe und Oliver Welke, die viel zu diesem urkomischen Helden-Schabernack beisteuern. Aber auch das Original lässt sich mit Sprechern wie Will Ferrell, Brad Pitt und Ben Stiller nicht lumpen. Animations-Kracher!
Bewertung: 8,5/10 (Moviepilot Prognose 7)


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Donnerstag, 12. Mai 2011
Neu auf DVD:
Love and Other Drugs
Maggie (Anne Hathaway), eine selbstbewusste Künstlerin, lässt sich von nichts und niemandem einengen. Doch hinter dem taffen, verführerischen Freigeist verbirgt sich eine sensible Seele, die sich einen Schutzpanzer zugelegt hat. Dann trifft sie in Jamie (Jake Gyllenhaal) einen Seelenverwandten. Ihm gelingt es mit seinem beharrlichen und unnachahmlichen Charme, sich gleichermaßen bei den Frauen und in der skrupellosen Pharmaindustrie zu behaupten. Die Beziehung, die sich entwickelt, trifft beide vollkommen unerwartet und sie kommen zu der Erkenntnis, dass es im Leben nur eine ultimative Droge gibt – die Liebe ...



An den Sympathieträgern Jake Gyllenhaal ("Brothers") und Anne Hathaway ("Der Teufel trägt Prada") liegt es kaum, dass die romantische Dramödie einen faden Nachgeschmack hinterlässt. Zwar ist es anfangs ganz wohltuend, gerade in einer Hollywood-RomCom einen derart unverkrampften Umgang mit der Sexualität zu erleben, aber im Zusammenhang mit dem Medikamenten-Plot wirkt der Dauer-Quickie schon recht eigenwillig. Die Überleitung zur Parkinson-Erkrankung der weiblichen Hauptperson will schliesslich überhaupt nicht zu dem sexuell lockeren Handlungsbogen passen. Auch wenn man sich durchaus skuril unterhalten fühlt, ergibt sich inhaltlich ein seltsames Potpourri, bei dem man nicht wirklich weiss was man letztendlich damit anfangen soll.
Bewertung: 5,5/10 (Moviepilot Prognose 6)


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Mittwoch, 11. Mai 2011
Neu auf DVD:
Christina Aguilera in 'Burlesque'
Die junge Sängerin Ali (Christina Aguilera) hat eine ungewisse Zukunft vor sich, als sie aus einer kleinen Provinzstadt nach L.A. kommt, um dort ihre Träume zu verwirklichen. Durch Zufall verschlägt es Ali in die 'Burlesque Lounge', ein altehrwürdiges aber etwas heruntergekommenes Revuetheater, dessen Besitzerin Tess (Cher) auch der Star ihrer eigenen Show ist. Ali gelingt es, dort einen Job zu ergattern – als Cocktail-Kellnerin. Die sexy-provokanten Kostüme und die gewagte Choreographie der Revue faszinieren das unschuldige Provinzmädchen auf Anhieb und Ali schwört sich selbst, dass auch sie dort eines Tages auf der Bühne stehen wird. Ali freundet sich mit einer der Tänzerinnen (Julianne Hough) an, findet eine Rivalin in einer eifersüchtigen Sängerin (Kristen Bell) und gewinnt die Zuneigung von Barkeeper und Musiker Jack (Cam Gigandet). Mit Unterstützung des scharfsinnigen Bühnenmanagers (Stanley Tucci) und eines Transvestiten (Alan Cumming) schafft Ali endlich den Sprung von der Bar auf die Bühne. Ihre spektakuläre Stimmgewalt verhilft der Burlesque Lounge wieder zu altem Glanz. Da erscheint ein charismatischer Unternehmer (Eric Dane) auf der Bildfläche und unterbreitet Ali ein verlockendes Angebot ...



Von Musical- und Variete-Filmen erwartet man sicherlich kein Abbild der Realität, sondern eher die Flucht in eine bunte, fremde Welt. Von daher liefert "Burlesque" farbenfrohe Showbiz-Unterhaltung mit zwei absoluten Diven als Präsentatorinnen, die allein schon jeden Hingucker und Hinhörer wert sind. Und dennoch ist das, was Drehbuchautor und Regisseur Steven Antin ("Der ganz normale Wahnsinn") hier produziert, nur eine halbgare Nummern-Revue, die sich gar nicht erst die Mühe macht, aus den thematisch bedingten Pseudo-Konflikten und den typischen Dramen eine weitergehende Story zu entwickeln. Stattdessen hangelt sich das Skript von einem seichten Problemchen zum nächsten, ohne dass sie letzlich die handelnden Personen (oder gar den Zuschauer) ernsthaft beschäftigen. Das kann das Publikum zwar immer noch vergnügen, aber mit einem Genre-Highlight wie "Moulin Rouge" lässt sich die flache Inszenierung kaum vergleichen.
Bewertung: 5,5/10 (Moviepilot Prognose 5)


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