Montag, 24. Januar 2011
Neu auf DVD:
The Experiment
Der junge Amerikaner Travis (Adrien Brody) hat gerade seinen langweiligen MacJob verloren und würde nun gern mit seiner neuen Freundin um die Welt reisen. Dazu könnte er die tausend Dollar gut gebrauchen, die eine Gruppe von Forschern pro Tag für jeden Freiwilligen auslobt, der zwei Wochen lang an einem garantiert ganz ungefährlichen psychologischen Menschenversuch teilnimmt. Die Teilnehmer werden in zwei Gruppen eingeteilt, Wächter und Gefangene, und ihrem Schicksal überlassen. Schon nach wenigen Tagen läuft das Experiment aus dem Ruder.

Wie kaum anders zu erwarten, muss Hollywood den Stoff amerikanisieren, der hierzulande in der Regie von Oliver Hirschbiegel noch zum packenden Psycho-Thriller gereicht hatte. Dabei wird auch gleich jegliche Tiefe aus der Geschichte wegrationalisiert und sie auf ihren reinen Action-Gehalt reduziert. Da verwundert es wenig, dass gestandene Schauspiel-Grössen wie Adrien Brody ("Darjeeling Limited") oder Forest Whitaker ("Der Letzte König von Schottland") ihren Rollen kaum Profil verleihen können, von Darstellern aus der zweiten Reihe wie Cam Gigandet ("Burlesque") ganz zu schweigen. Als oberflächlich-banalen Action-Thriller ohne psychologischen Hintergrund kann man diese Produktion von der Stange noch durchwinken, den Vergleich mit dem Original hält der Film aber in keinster Weise stand. Daher gibt es ihn jetzt auch nur "direct to DVD".
Bewertung: 4,5/10


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Consequences - Alles hat seinen Preis (2006)
Seit den drogengetränkten Tagen auf der High School sind Jim (Michael Tranzilli), Max (Nicholas Joseph Kattar), Jason (Paul Marron), Nick (Adam Ratcliffe) und Norman (Chris Cannon) die dicksten Freunde und fahren auch zwanzig Jahre später immer noch einmal im Jahr alle miteinander zum Feiern auf ein sogenanntes Football-Weekend. In diesem Jahr heißt das Ziel des Ausflugs Philadelphia, und wie immer lassen die alltags braven Ehemännern zwischen Koks auf dem Klo, Striptease-Bar und S/M-Club nach allen Regeln der Kunst die Sau raus. Diesmal jedoch lauert der Abgrund hinter Rotlichtfassaden.

Es gibt DVDs, da weiss man vom Start weg, dass sie nichts taugen werden. Bereits die ersten Kamera-Einstellungen mit verschwommener Wackel-Ästhetik verraten eine laienhafte Produktion, die allein durch das schauspielerische Unvermögen schon mehr peinlich als aufregend wirkt. Da hilft es auch nicht, wenn man auf bewusst viel Sex, Drogen und ordinäre Sprüche setzt, und zur Hälfte der Laufzeit zum Folter-Streifen mutiert. Der bekommt damit zwar ein paar lichte Momente, aber vor lauter Diletantismus verpufft auch die letzte Hoffnung in dem Moment wo sie aufzukeimen droht. Was vor allem nervt, ist eine grausame Synchronisation, die nicht nur durch gruselige Dialoge auffällt, sondern auch durch einen derart platten Sound, dass es keinen Unterschied macht, ob die Szenen gerade auf einer wilden Party oder im abgelegen Kellergewölben spielt. Gnadenpunkte gibt es da allenfalls für den ein oder anderen ansehnlichen Sixpack.
Bewertung: 1,5/10


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