Montag, 7. März 2011
Neu auf DVD:
Viggo Mortensen in 'The road'
Die Zivilisation, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Die Sonne ist verdunkelt, tierisches wie pflanzliches Leben ist ausgestorben, und nur wenige Menschen haben die Katastrophe überlebt. Unter ihnen ein Vater (Viggo Mortensen), der nach dem Selbstmord seiner verzweifelten Frau (Charlize Theron) alleine mit dem gemeinsamen Sohn (Kodi Smit-McPhee) durch verwüstete Städte und zerstörte Straßen Richtung Süden zieht, in der Hoffnung dass es dort wärmer ist. Angst, Furcht und Hoffnungslosigkeit dominieren ihren Alltag auf der Suche nach Zuflucht, Wasser und Essen. In jedem Autowrack und jedem verlassenen Haus könnten andere Überlebende lauern, die ihnen nach den letzten Habseligkeiten oder sogar dem Leben trachten. Inmitten dieser Welt aus unendlicher Ödnis und kannibalistischer Gewalt versucht der Vater nach allen Kräften, seinem Sohn einen Rest Lebensmut zu erhalten ...



Selten war die Postapokalypse derart düster wie in diesem Endzeit-Drama. Dabei verzichtet Regisseur John Hillcoat ("The Proposition - Tödliches Angebot") fast gänzlich auf grosse Action-Szenen, und auch religiösen Mumpitz wie in "The Book of Eli" sucht man vergeblich. Die Handlung konzentriert sich rein auf die Vater-Sohn-Beziehung und überzeugt dabei mit trostlos-grauen Aufnahmen, die einen optimistischen Blick auf die Zukunft kaum zulässt. Zudem liefert Viggo Mortensen ("Tödliche Versprechen") eine der besten Vorstellungen seiner Karriere. Dennoch ist die Geschichte in ihrer depressiven Grundstimmung eher schwere Kost und nicht unbedingt unterhaltend genug für den Durchschnittskonsumenten.
Bewertung: 7/10 (Moviepilot Prognose 7,5)


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Neu auf DVD:
Weapons (2007)
Ein ganz normaler Tag in einer Kleinstadt, irgendwo in den USA. Es ist ein heißer Morgen. Ein Morgen der von Langeweile und Tristesse bestimmt wird. Auf einem Sportplatz spielen Kinder Baseball, während sich die Teenager Sean, Jason und Chris nach leichter Beute und willigen Mädchen umschauen. Alles scheint normal und friedlich. Doch plötzlich wird Jason von einem schwarzen Jugendlichen mit einer Waffe niedergestreckt. Leblos sinkt Jason zu Boden und bleibt in seinem eigenen Blut liegen. Er ist das Opfer eines scheinbar sinnlosen Verbrechens. Eines Verbrechens wie es so täglich in den USA vorkommt. Oder steckt vielleicht doch mehr dahinter als es auf den ersten Blick den Anschein hat?

Seit dem Erfolg von "Kids" anno 1995 versuchen unzählige Sozialdramen uns das Leben der Unterklassen-Teenies mal mehr mal weniger plausibel nahezubringen. Auch "Weapons" schlägt in dieselbe Kerbe und serviert die bekannte Mischung aus eskalierender Gewalt, Drogen und angeblichen Teenager-Slang. Und dabei ist die Semi-Doku mit obligatorischer Wackel-Cam gar nicht mal so schlecht, wenn man den durchaus interessanten Aufbau bedenkt. Doku-Filmer Adam Bhala Lough ("Bomb the System") inszeniert keine geradlinige Geschichte, sondern schildert mehrere Episoden, die auf einen grossen Knall hinauslaufen, um am Ende die volle Tragik der Geschichte aufzuzeigen. Das macht die Independent-Produktion nun nicht zu einem Meisterwerk, aber im Rahmen des ohnehin anstrengenden Genres der Reality-Dramen hat es schon deutlich schlechtere Filme gegeben.
Bewertung: 5,5/10


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